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Die Geschichte des Musikvereins Bermaringen Im Jahre 1921, wenige Jahre nach dem Ende des 1. Weltkrieges, wurde der Musikverein Bermaringen von folgenden Musikfreunden gegründet: Matthäus Erhardt, Christian Geywitz, Andreas Hetzler, Jakob Honold, Georg Lehner, Georg Scheiffele, Wilhelm Schmid, Christian Schuler, Jakob Straub und Hans Ziegler. Die Leitung des neu gegründeten Vereins als Vorstand übernahm Georg Lehner. Hauptlehrer Liegel wurde die Aufgabe des Dirigenten übertragen, der die ersten Proben in der Drechslerwerkstatt von Georg Honold hielt. |
| Bereits ab Weihnachten 1922 erstreckte sich die Vereinstätigkeit
auf die Durchführung von Konzerten, Tanzveranstaltungen und Hochzeitsmusik
im Heimatort und auswärts. Nicht nur auf musikalischem Gebiet wuchs der junge Verein in das Dorfleben hinein. Bereits 1925 bildeten die Musiker eine aktive Theatergruppe, die in Freilichtaufführungen Stücke wie "Der arme Konrad" oder "Der Student von Ulm" inszenierte. |
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Im Jahr 1928 gab es den ersten Wechsel in der Vereinsleitung. Durch den Wegzug von Georg Lehner wurde Jakob Honold als Nachfolger gewählt. Das Jahr 1932 brachte wohl den musikalischen Höhepunkt der Vorkriegszeit, durch die Abhaltung eines Musikfestes in Verbindung mit einem Freundschaftsspiel. In den folgenden Jahren des politischen Umschwungs, waren dem Verein zunächst wohl unsichtbare, aber doch vorhandene Grenzen gesetzt. Die Existenz wurde vor allem dadurch gefährdet, dass viele Musiker zusätzliche Pflichten, z.B. die Ableistung des Wehrdienstes auferlegt bekamen, was sich auf den Probebesuch ungünstig auswirkte. Andererseits wurde von der politischen Führung der kulturelle Beitrag als selbstverständlich, wenn nicht gar als Pflicht behandelt. Dadurch kam es zu einem gewissen Zerfall des notwendigen Idealismus, der nur durch geschicktes "manövrieren" des damaligen Dirigenten Liegel ausgeglichen werden konnte. Trotzdem musste leider mit Beginn des zweiten Weltkrieges die Vereinstätigkeit eingestellt werden. Die Wiedergründung Durch die Wirren der Nachkriegszeit verzögerte sich die Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit bis zum Jahr 1953. Das vorhandene Inventar der Vorkriegszeit erleichterte den Start in jener kargen Zeit. Unter der Leitung, des von seltenem Idealismus geprägten Dirigenten Ferdinand Stiele aus Klingenstein, wurde die Kapelle wieder auf die Beine gestellt. Hohe persönliche und finanzielle Beiträge und viel Disziplin machten den Start erst möglich. Die Aktiven jener Zeit waren: Eugen Betz, Albrecht Geiwiz, Karl Geiwiz,
Christian Geywitz, Karl Ilgen, Christian Junginger, Heinrich Maier, Matthäus
Müller, Karl Noller, Anton Proll, Jakob Reichart, Karl Renz, Matthäus
Sautter und Georg Schmid. Einige ehemalige Musiker der Vorkriegszeit sahen sich nun verpflichtet, in der Vereinsleitung mitzuarbeiten und dadurch mit ihrer vorhandenen Vereinserfahrung, diesen Neuanfang zu unterstützen. Die Vereinsleitung setzte sich damals wie folgt zusammen: Joh. Georg Sauer 1. Vorsitzender, Hans Ziegler 2. Vorsitzender, Christian Junginger sen. Kassier, Christian Geywitz jun. Schriftführer, in den Vereinsrat wurden Matthäus Erhardt, Christian Schuler, Karl Noller und Christian Junginger jun. gewählt. Am 1. April 1958 legte der bewährte Dirigent und Förderer des jungen Vereins, Ferdinand Stiele, sein Amt nieder. Dieses verantwortungsvolle Amt übernahm damals im Alter von 21 Jahren, unser dann langjähriger Dirigent Christian Junginger Junior. Unter seiner Leitung gelang der kontinuierliche Ausbau des Blasorchesters. Seine Tätigkeit wurde auf eigenen Wunsch, zum Zweck seiner persönlichen musikalischen Weiterbildung, ab 1969 für 3 Jahre unterbrochen. Kapellmeister Willi Riek aus Laichingen schloss in dankenswerter Weise diese Lücke. Von 1975 bis heute Einen zwangsläufigen Wechsel in der Vereinsleitung gab es im Jahr 1975 durch den plötzlichen Unfalltod des 1. Vorsitzenden und Bürgermeisters Joh. Georg Sauer. Christian Geywitz, mit seiner großen Vereinserfahrung übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden. Nach über 20jähriger Dirigententätigkeit legte Christian Junginger 1984 seinen Taktstock nieder. Werner Kurt Runge übernahm in diesem Jahr das schwierige Amt des Dirigenten. Unter seiner Leitung lernte der Musikverein eine andere Seite der Blasmusik besser kennen. Klassische, konzertante Musik spielte im Folgenden die Hauptrolle. Damit wurden Erfahrungen gemacht, auf denen man sicherlich noch heute aufbauen kann. Der musikalische Leistungsstand wurde weiter ausgebaut. Nach nur 3 Jahren Tätigkeit wurde Werner Runge, Ende 1986 vom Musikverein verabschiedet. Seit Januar 1987 leitet Hermann Schlapschi als Dirigent die Bermaringer Blaskapelle. Ein weiterer Wechsel an der Vereinsspitze hatte der Musikverein 1991
zu verzeichnen. Christian Geywitz schied auf eigenen Wunsch aus seinem
Amt als 1. Vorsitzender aus. Zu seinem Nachfolger wurde Hans Junginger
gewählt. Der Musikverein ist ein Ort für Jung und Alt, für jeden ist
etwas mit dabei. Er zählt 283 Mitglieder (Stand: 31.12.2000), wovon
50 aktiv musizieren. 31 Jugendliche befinden sich in der musikalischen
Ausbildung.
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Musikverein Bermaringen e.V. · Auf dem Leh 10
· 89134 Blaustein-Bermaringen
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